Ausbildungsgemeinschaft Absturzsicherung

Immer häufiger kommt es vor, dass Feuerwehrmitglieder in Ausübung ihrer Tätigkeiten Einsatzstellen erreichen müssen, wo ein Absturz nicht ausgeschlossen werden kann. Um dieser Gefahr vorzubeugen, beschaffte die Feuerwehr Rinteln 2009 einen Gerätesatz Absturzsicherung.

Für die Benutzung dieses Gerätesatzes ist eine umfangreiche Ausbildung erforderlich. Daher
wurden, in dem Zeitraum von 2009 bis 2011, insgesamt 12 Feuerwehrmitglieder durch eigene Ausbilder für Absturzsicherung ausgebildet.  In der Praxis stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Aufgabe mit den eigenen Kräften nicht mehr allein bewältigt werden kann. Da an die
„Absturzsicherer“, genau wie auch an Atemschutzgeräteträger, sehr hohe Anforderung gestellt werden. Sie müssen eine spezielle Untersuchung (G26/3) bestehen, teamfähig sein und natürlich eine gewisse Höhentauglichkeit mitbringen.

An den Einsatzstellen erkannte man im Laufe der Jahre, dass die Kameraden, die sowohl Atemschutzgeräteträger als auch „Absturzsicherer “ sind, einer nicht vertretbaren Doppelbelastung ausgesetzt sind. Mit diesem Problem waren wir in Rinteln nicht alleine, so entschlossen wir uns gemeinsam mit den Feuerwehren Bückeburg und Rodenberg im April 2012 eine „Ausbildungsgemeinschaft-Absturzsicherung“ zu gründen.

Dadurch ist es möglich, die Grundausbildung der angehenden „Absturzsicherer“ (24 Unterrichtsstunden) sowie die jährlich geforderte Fortbildung (12 Unterrichtsstunden) auf drei Standorte zu verteilen. Das Ergebnis ist nicht nur eine engere Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren, sondern ebenfalls eine Entlastung für die Ausbilder, die alle noch weitere Führungsaufgaben in ihren Feuerwehren wahrnehmen.

Bis heute konnten so insgesamt fünf Lehrgänge durchgeführt werden. Damit verfügen die drei Feuerwehren über insgesamt 54 ausgebildete „Absturzsicherer“!

Die Kooperation Bückeburg-Rinteln-Rodenberg traf auf große positive Resonanz in der jeweiligen Feuerwehrführung. Deshalb besteht seit Januar 2013 die Möglichkeit jede einzelne Absturzsicherungsgruppe vor Ort auch getrennt von der gesamten Feuerwehr zum Einsatz zu alarmieren. Dadurch können sich die Feuerwehren schnellstmöglich an den Einsatzstellen zur
Absturzsicherung unterstützen und vermeiden dadurch eine Doppelbelastung für die Einsatzkräfte.

Wie auch in anderen Bereichen der Feuerwehr, erstellte man eigens für die Absturzsicherung eine Risikobewertung. Das Ergebnis erfordert zusätzliche Maßnahmen für die Sicherheit der eingesetzten „Absturzsicherer“. Es folgte die Entscheidung, neun Kameraden der Feuerwehren Bückeburg und Rinteln im Bereich „erweiterte Absturzsicherung“ (80 Unterrichtsstunden) auszubilden.
Die Kameraden stehen nach Abschluss ihrer Ausbildung (Mai 2013), als „Sicherheitstrupp“, sowie für „erweiterte technische Rettungsmaßnahmen“ zur Verfügung.

Durch diese besondere Zusammenarbeit ist es möglich, die gestiegenen Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren zu erfüllen ohne die einzelnen Wehren zu überlasten.

 Weitere Informationen unter: Absturzsicherungsgemeinschaft Schaumburg

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